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Sicherheit und Komfort in der Transportlogistik - 06.10.2015

Spedition Edgar Graß setzt auf automatisierte Reifendruckkontrolle

Giengen, Oktober 2015 – Am Ortsrand der hessischen Gemeinde Beselich-Schupbach liegt der Firmensitz der Spedition Graß. Inspiriert vom vorelterlichen Betrieb mit Pferd und Rollwagen, gründete Edgar Graß 1954 das Unternehmen. Während die verschiedensten Transporte zunächst mit Kippfahrzeugen durchgeführt wurden, kamen später Spezialfahrzeuge zum Einsatz. Als Anfang der 60er Jahre ein Kalkwerk von Sack- auf lose Ware umstellte, ergriff Graß die Chance und spezialisierte sich auf die Silospedition mit Silosattelzügen, -absetzkippern sowie Planfahrzeugen.
Das Unternehmen und dessen Belegschaft wuchsen. Der Erwerb des heutigen Firmengrundstücks ermöglichte den Bau einer größeren Fahrzeughalle sowie den des heutigen Bürogebäudes. Später übernahm die Spedition den Betrieb Erich Graß Transporte, welcher sich im Verwandtschaftsbesitz befand.

Bis dato befindet sich die heutige Tank- und Silospedition Edgar Graß Speditions-GmbH & Co. KG in Familienhand, geführt vom Enkel des Firmengründers, Alexander Kay Steinberg. Inzwischen arbeiten 100 Festangestellte im Unternehmen. Die Fahrerfluktuation hält sich in Grenzen. „Wer die ersten ein bis zwei Jahre überstanden hat, der geht nicht mehr so schnell. Bei uns sind die Fahrer mehr gefordert, als beispielsweise im Baustellenverkehr“, sagt der 38‑jährige Geschäftsführer, der seit 2009 den Familienbetrieb leitet. Im August dieses Jahres starteten zudem sieben neue Auszubildende. Fünf davon als Berufskraftfahrer, einer in der Werkstatt sowie einer im Büro. Im Hinblick auf die Erstausbildung ist Steinberg sehr engagiert, er denkt dabei an die Zukunft. Denn Nachwuchs zu bekommen sei in der gesamten Branche ein großes Problem. „Wenn von fünf angehenden Berufskraftfahrern zwei zur Abschlussprüfung antreten, dann ist das bereits ein Erfolg“, erklärt der studierte Verkehrsbetriebswirt.

51 Sattelzüge beliefern Kunden im In- und Ausland mit flüssigen, staubförmigen und granulierten Gütern. „Etwa ein Drittel der Ware transportieren wir um den Kirchturm rum, ein Drittel regional und ein Drittel international“, berichtet Steinberg. Zu den internationalen Speditionsgebieten gehören vor allem Benelux und Österreich.

 

Qualitätskriterien im Speditionsgeschäft

Damit die verschiedenen Produkte zuverlässig ankommen, bedarf es mehr als nur eines modernen Fuhrparks. Pünktlichkeit, kurze Lieferzeiten, richtige und unversehrte Sendung, Sauberkeit und Flexibilität - darauf legen Speditionskunden Wert. Solche Ziele realisiert Graß beispielsweise durch Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001. Flexibilität stellt das Unternehmen durch eine hofeigene Werkstatt im 24-Stunden-Betrieb sicher. Kleinere Pannen reparieren die eigenen Werkstattmitarbeiter - sowohl auf dem Firmengelände als auch unterwegs. Die Siloreinigungsanlage gewährleistet maximale Hygiene und Sauberkeit. Den Fahrern ist es möglich, deren Fahrzeuge rund um die Uhr sowohl von innen als auch von außen zu reinigen.

Allem voran sind Sicherheit und Fahrerkomfort für Steinberg von besonderer Bedeutung. „Am Sicherheitspaket haben wir noch nie gespart. Wir wenden schon immer alle verfügbaren Systeme an“, sagt Steinberg. Dazu zählen Weiter- und Erstausbildung sowie Ausbildung von Quereinsteigern, Fahrer-Training, Brems- und Abstandsassistenten. „Zudem gibt es bei uns alles was man braucht, um dem Fahrer höchsten Komfort zu bieten und für dessen Erholung zu sorgen.“ Bei Graß verfügen alle Lkw über eine Klimaanlage, ergonomische Sitze sowie weitere Komfort- und Sicherheitssysteme. „Das hat im ersten Augenblick nichts direkt mit Sicherheit zu tun. Wenn der Berufskraftfahrer dadurch aber erholt ist, fährt er aufmerksamer und ist sicherer unterwegs.“

Reifendruckkontrolle für mehr Sicherheit

Seit etwa drei Jahren befasst sich Steinberg zudem intensiv mit Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) für Nutzfahrzeuge. Ein optimaler Reifendruck reduziert Kraftstoffverbrauch und CO2‑Emission, Reifenverschleiß sowie -ausfälle. „Reifen sind ein hoher Kostentreiber. Dabei geht es nicht nur um die Anschaffung, sondern vor allem um Pannen. Wenn das Fahrzeug liegen bleibt, geht dies häufig mit Schäden am eigenen sowie an nachfolgenden Autos einher.“

Reifendruck war bei Graß schon immer ein Thema. Der Reifenhersteller des Unternehmens bemängelt beim Reifencheck regelmäßig Unterdruck. Vor allem ist hierbei der Einfluss der Reifentemperatur auf den Druck zu berücksichtigen. Dies ist nur durch im Reifen verbaute Sensoren und einer Temperaturkompensation möglich, bei welcher die Reifendruckerhöhung durch einen Temperaturanstieg ‚herausgerechnet‘ wird. Die Spedition versucht zwar den Reifendruck ihrer Flotte zu erfassen, eine durchgehende Aufzeichnung besteht aber nicht.

Daraufhin entschied sich Steinberg für die Anschaffung eines in der Erstausrüstung verfügbaren RDKS für seine Flotte. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Zum einen war bei dem ausgewählten RDKS der Sollluftdruck für alle Reifen fix vorprogrammiert. Lediglich die Werkstatt kann diesen individuell anpassen. „Außerdem hat das RDKS trotz korrektem Luftdruck sehr schnell angeschlagen“, berichtet Steinberg. Grund: Die instabile Auslegung des Ventilschaftes führte öfters zu dessen Bruch, was einen Reifendruckverlust zur Folge hatte.

Auf der Suche nach Alternativen sagte Steinberg dem im schwäbischen Giengen an der Brenz ansässigen Ventil- und Sensorik-Spezialisten Alligator zu, dessen sich zum damaligen Zeitpunkt noch in Feldphase befindenden sens.it HD zu testen und hat das Reifenmanagement mit automatisierter Reifendruckkontrolle von den Erstversuchen bis hin zur Serienreife begleitet.

Sens.it HD besteht aus Sensoren, deren Befestigungsgurten, einem ‚Router‘ – der Empfänger- und Telematik-Einheit des System – und einer Management-Softwareplattform. Das System ist unkompliziert und schnell installiert. Der Sensor wird vor der Reifenmontage mittels eines patentierten Befestigungsgurtes SAS („Sensor Attachment Strap“) auf der Felge befestigt. „Der Sensor ist sehr unkompliziert zu montieren“, bestätigt Georg Seelbach, Werkstattleiter der Edgar Graß Spedition.

Die Daten wie Reifendruck und -temperatur, welche der Sensor misst, sendet er an den Router. „Dieser ist etwas aufwändiger zu montieren“, sagt Seelbach. Bei der bei Graß‘ eingesetzten ‚Fahrzeug-Variante‘ verbaut der Monteur diesen einmalig an jedem Fahrzeug. Seelbach benötigt dafür etwa zwei Stunden. „Aber das ist nicht so schlimm, man will das ja ordentlich machen.“ Die empfangenen Reifendaten überträgt der Router über eine Mobilfunkverbindung zum Host, einem zentralen Rechner. Zugmaschine und Auflieger beziehungsweise Anhänger behandelt das System als individuelle Fahrzeugeinheiten. Diese sens.it HD-Version ist ideal für die Langstreckenlogistik, Leasingfahrzeuge, hook-and-drop-Einsätze sowie für Zugmaschinen und Trailer mit unterschiedlichen Besitzern.

Bei der „Gate-Variante“ werden am Fahrzeug selbst ausschließlich die Sensoren verbaut. Der erforderliche Router sitzt dann stationär an einer Stelle des Betriebshofes, an der sich die Fahrzeuge regelmäßig aufhalten, beispielsweise an der Tankanlage. Alternativ kann zusätzlich zum Router eine Induktionsschleife in einem Durchfahrtsbereich verlegt werden. Dazu bietet sich die Toreinfahrt an. Die Schleife löst bei Überfahrt die Datenübermittelung der verbauten Sensoren aus. Diese Variante kommt insbesondere für die Kurzstreckenlogistik, Busfahrparks sowie kommunale Fahrzeuge, welche mehrmals täglich aufs Betriebsgelände zurückkehren, in Frage.

In einem cloudbasierten Datenbanksystem werden die Reifendaten hinterlegt. Der Flottenbetreiber oder Fuhrparkmanager kann diese über die zum System gehörige Management-Softwareplattform jederzeit und überall online abrufen. „Anfangs war die Plattform etwas kompliziert. Aber durch die eingearbeiteten Vereinfachungen ist sie jetzt nach kurzer Zeit zu kapieren, selbst wenn man kein Computerfreak ist“, berichtet Seelbach. Die Plattform managt die komplette Fahrzeug- und Hardwareverwaltung, wie auch die Zuordnung der Sensoren und Routern sowie die erforderlichen Soll- und Schwellwerte für die Reifenüberwachung. Auf Wunsch erstellt das System Analysen, Statistiken und Servicelisten. Bei Grenzwertüberschreitungen des Reifendrucks oder der Temperatur wird eine Alarmmeldung ausgelöst. Diese erhält der Fuhrparkleiter als Alarm-E-Mail oder wird direkt am optionalen Fahrerdisplay angezeigt. Letzteres stellt eine unmittelbare Information des Fahrers, auch bei nicht vorhandenem Mobilfunknetz sicher, da das Display direkt mit dem Router verkabelt ist. Außerdem ermöglicht es eine ‚funktechnische‘ Koppelung zum Router der gezogenen Fahrzeugeinheit, so dass der komplette Zug überwacht wird.

Inzwischen rüstet Graß neben seinen Testfahrzeugen die restliche Flotte mit sens.it HD aus. Bis heute hat das Unternehmen etwa 30 Prozent der Sensoren verbaut. „Jedes Rad, bei dem der Reifen in der Werkstatt runterkommt, rüsten unsere Werkstattmitarbeiter mit einem Sensor aus. Durch die Umbereifung jetzt im Herbst wird das voll zügig gehen“, sagt Steinberg.

Die temperaturkompensierte Drucküberwachung, die Temperaturüberwachung an sich, die unproblematische Befestigung des Sensors mit einem Gurt, die Aufzeichnung historischer Werte sowie die Möglichkeit, die gemessenen Daten nicht nur an den Fahrer, sondern auch dem Werkstattleiter zu übermitteln, seien einzigartige Argumente für sens.it HD. „Diese Konstellation gibt es so von keinem anderen Anbieter“, so Steinberg.

Er hat sich momentan für die ‚Fahrzeug-Variante‘ ohne Fahrerdisplay entschieden. Auf das Fahrerdisplay verzichtet er derzeit bewusst. „Das verschafft mir einen Überblick darüber, wie die Fahrer mit dem Luftdruck umgehen. Zudem ist die Anschaffung der Displays eine Kostenfrage, aber eine Nachrüstung ja jederzeit möglich.“ Für die ‚Gate-Lösung‘ kommen seine Fahrzeuge zu selten auf den Hof.

Zeigt die Software einen auffälligen Reifendruck auf, greifen Steinberg oder seine Werkstattmitarbeiter zum Telefon und informieren den entsprechenden Fahrer über die Meldung. Doch das reicht noch nicht aus. Den Fahrern die Bedeutung der Temperaturkompensation wirkungsvoll zu erklären sei eine Herausforderung. Dass bei manueller Reifendruckprüfung bei heiß gefahrenen Reifen etwa 1,5 bar zu viel anzeigt werden, ist noch nicht bei allen angekommen. Daher teilt Steinberg dem Fahrer direkt mit, wie viel Luft er auffüllen muss. Unter anderem mit Aushang und Schulungen steuert das Unternehmen dem Unwissen jedoch entgegen.

Die Möglichkeit des Leasings hat Steinberg nicht in Anspruch genommen und somit ganz nach Graß‘ Firmenphilosophie gehandelt. „Abgesehen von sicherheitstechnischen Aspekten bin ich der Auffassung, dass mir sens.it HD wirtschaftliche Vorteile bringen wird.“

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